1810 wurden im Zuge der Angliederung Regensburgs an das Königreich Bayern in gewaltigem Umfang Kunstschätze aus Regensburg nach München gebracht, ein bis heute sehr schmerzlicher und spürbarer Verlust für die ehemals freie Reichsstadt. Wenn auch vieles in Münchner Museen zu sehen ist, so ist davon auszugehen, dass noch ein beträchtlicher Teil in Depots in München lagert. Irmgard Freihoffer und Richard Spieß, Stadträte der Linken, fordern daher die Rückführung dieser noch nicht ausgestellten Kunstgegenstände. Sie sollen nach 200 Jahren in Regensburg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zu diesem Zweck soll unter wissenschaftlicher Leitung eine Liste aller im Jahr 1810 aus Regensburg nach München gebrachten Kunstschätze, so weit diese noch zu ermitteln sind, erstellt werden. "Eine generelle Rückforderung der 1810 aus Regensburg geraubten Kunstschätze halten wir nicht für sinnvoll, da dies Münchner Museen wie z.B. das Bayerische Nationalmuseum empfindlich treffen würde" so Irmgard Freihoffer. Darüber hinaus fordern die Stadträte geraubte Architekturteile wie zum Beispiel die aus der Minoritenkirche entwendeten Glasfenster zurück, um so "Heilungen" an der Architektur zu vollziehen. Ein entsprechender Antrag der Linken wird am 3.2. im Kulturausschuss behandelt.