10. Januar 2010 Irmgard Freihoffer, Stadträtin DIE LINKE. Regensburg

Kein weiterer Aufschub des Neubaus der FOS/BOS!

Presseerklärung

Regensburg, 08.12.2009

Wie in den Schulausschusssitzungen im April und September dieses Jahres einstimmig beschlossen wurde, muss der 1. Bauabschnitt der FOS/BOS spätestens im Frühjahr 2011 erfolgen, so Irmgard Freihoffer und Richard Spieß, Stadträte der Linken. „Die angespannte Haushaltslage darf für die Stadtspitze, allen voran OB Schaidinger, nicht als weitere Rechtfertigung für die nochmalige Verschiebung des Neubaus auf den Sankt-Nimmerleins-Tag dienen. 40 Jahre mehrhäusige Unterbringung einer Schule und Hinhalten der Lehrkräfte, Schülerschaft und Eltern sind genug!“ moniert Irmgard Freihoffer, die auch Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Oberpfalz ist.

Die beiden Stadträte können kaum glauben, dass sich die Grundstücksverhandlungen mit dem Bund bei dem kürzlich ins Gespräch gebrachten Schulstandort auf dem Gelände der Nibelungenkaserne angeblich zwei Jahre hinziehen sollen. Wenn es aber tatsächlich nicht schneller gehen sollte, müssten die alternativen Standorte in der Plato-Wildstr. und in Burgweinting weiterverfolgt werden.

Das Gebäude am Ziegelweg kann wegen der asbesthaltigen Wandplatten nur mehr kurze Zeit genutzt werden, das Gebäude an der Landshuter Str. ist u. a. wegen des Verkehrslärms, der ein Lüften unmöglich macht, der viel zu kleinen Klassenzimmer mit ihrem starken Nachhall sowie der schwierigen Schimmelbekämpfung als Schulgebäude völlig ungeeignet. In wenigen Jahren wäre eine aufwändige Generalsanierung der FOS an der Landshuterstr. notwendig, die aber die grundsätzlichen Mängel der zum Schulgebäude umfunktionierten Kaserne nicht beseitigen könnte.

Fortsetzung der Fehlentscheidungen in der Zukunft?
Sowohl diese Kosten als auch die ca. 4,5 Millionen, die nun für die Sanierung des Von-Müller-Gymnasiums als Ersatz für das schadstoffbelastete Gebäude am Ziegelweg aufgewendet werden sollen, halten die beiden Stadträte für hinausgeworfenes Geld. Durch solche Summen würden neue Sachzwänge geschaffen, die die Mehrhäusigkeit zementierten. „Fatal wäre es, würde man jetzt die Serie der Fehlentscheidungen und Fehlinvestitionen der Vergangenheit fortsetzen – zu nennen wären hier der Anbau an das FOS-Gebäude und der Containerbau in der Landshuter Str..“
 
Statt weiterer provisorischer Lösungen, die viel Geld kosten und trotzdem keine befriedigende Lösung darstellen, müssen jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.  „Der Bau von Schulen gehört zu den kommunalen Pflichtaufgaben! Bildung muss höhere Priorität haben als z.B. der Bau eines Fußballstadions.“