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8. März - Internationaler Weltfrauentag

Wir grüßen an diesem Tag alle Frauen und wünschen und fordern mit ihnen ein besseres Leben, Gleichstellung und sichere Lebensbedingungen. Wir solidarisieren uns heute auch besonders mit den KollegInnen im Sozial-und Erziehungswesen. Sie haben besonders unter erschwerten Bedingungen in der Pandemie zu kämpfen.

 

Der internationale Frauentag ist als Streik-und Aktionstag sehr gut gewählt, denn in dem Bereich sind von knapp 1,7 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter tatsächlich auch ca. 1,4 Millionen Frauen tätig. Hinzu kommen 130.000 geringfügig Beschäftigte.  Aber genau diese Lösung – also auf geringfügige Beschäftigung oder Teilzeitmodelle auszuweichen kann auch keine Lösung sein, nur weil man dabei die Arbeitsverdichtung besser aushält. Gerade jetzt Einkommensverluste hinzunehmen hätte ebenso fatale Folgen wie dauerhafte Lücken in der zukünftigen Rente einzustecken.

Gerade der Bereich ist systemrelevant und stand und steht während der Pandemie wie kaum ein anderer Bereich gesundheitlich voll im Fokus und hat mehr verdient.

Nach einer aktuellen Studie des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) waren im Pandemie-Zeitraum von März 2020 bis November 2021 Beschäftigte im Bereich Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege an erster Stelle bei den Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19. In diesen Berufen gab es im bisherigen Verlauf der Pandemie ca. 8000 Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 je 100.000 AOK-Mitgliedern gegenüber einer durchschnittlichen Zahl von 5000

Die Belastung im SuE- Bereich ist daher enorm und es heißt jetzt bei den Tarifverhandlungen dagegen zu kämpfen, damit die Beschäftigten wieder besser klar kommen, die Arbeitsbelastung abnimmt und auch wieder qualitativ Arbeit geleistet werden kann der die Menschen in ihrem Beruf ernst nimmt und sie dort hält. Es ist doch bezeichnend wenn wie etwa im Wohnbereich bei den ständigen geteilten Diensten die Belastung als so hoch empfunden wird, das knapp die Hälfte der Befragten darüber nachdenkt den Job aufzugeben. So sieht keine zukunftsfähige Arbeit aus.

Aus diesen Gründen steht die LINKE hinter den Forderungen und wünscht alles Gute bei der Erreichung dieser Ziele. Geld ist genug da ! Das sieht man wenn man den aktuell eingestellten Wehretat von 100 Milliarden betrachtet ganz deutlich.